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Am Dienstag, den 21. September findet um 19.30 Uhr ein Online Austausch für Angehörige zum Thema „Herausforderungen in der häuslichen Betreuung und Begleitung von Menschen mit Demenz“ statt. Wer Interesse an der Teilnahme dieses Onlineaustausches hat, meldet sich bei der Kontaktstelle Demenz ( Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) und bekommt per Mail die Zugangsdaten geschickt.

Am Donnerstag, den 23.09.21 wird eine Telefonberatung von 17:00 – 19:30 Uhr zu Fragen rund um die Versorgung eines Menschen mit Demenz angeboten. Unter der Telefonnummern 08382/967433 beantwortet Frau Herter von der Kontaktstelle Demenz Ihre Fragen zum Thema Demenz.

Auf der Gartenschau in Lindau (Platz: Ring for Peace) wird es am Sonntag, den 26.09.21 um 11:00 Uhr einen Gottesdienst für Menschen mit und ohne Demenz geben. Im Anschluss daran stehen die Mitarbeiterinnen der Kontaktstellen Demenz des unteren und oberen Landkreises an einem Infostand für Fragen zur Verfügung. Achtung: Bei Regen findet der Gottesdienst und der Infostand in der Ev. Kirche St. Verena in Reutin, Friedhofsweg 1 statt!!!

Demenz kann jeden von uns treffen – sei es dass wir selbst erkranken oder ein uns nahestehender Mensch. Deshalb ist es wichtig, über die Krankheit zu informieren und Betroffenen mit Offenheit und Unterstützung zu begegnen. Es darf kein Tabu sein, über Demenz zu sprechen oder Hilfsangebote anzunehmen. Das Ziel muss eine Gesellschaft sein, in der Menschen mit Demenz ganz selbstverständlich ihren Platz haben.

Vom 17. bis 26. September 2021 findet die zweite Bayerische Demenzwoche statt. Sie ist Teil der Bayerischen Demenzstrategie, welche zum Ziel hat, die Bevölkerung für das Thema Demenz zu sensibilisieren und die Lebensbedingungen von Menschen mit Demenz und deren Angehörigen sowie deren Teilhabemöglichkeiten zu verbessern.

Die Diagnose Demenz ist für die Betroffenen und deren Angehörige eine große Herausforderung und stellt im Alltag oftmals eine starke Belastung dar. Im Landkreis Lindau sind Frau Cathrine Herter und Frau Irmgard Wehle-Woll von den Kontaktstellen Demenzhilfe Lindau und Westallgäu die Fachfrauen, wenn es um die häusliche Versorgung von Menschen mit Demenz geht.

Das diesjährige Motto des Welt-Alzheimertages „Demenz-genau hinsehen“ ist den beiden Beraterinnen sehr wichtig. Oft wird nach der Diagnose Demenz nur noch die Krankheit gesehen. Doch Menschen mit Demenz verfügen trotzdem über viele Fähigkeiten, wollen selbstbestimmt leben, sich einbringen und einbezogen werden. „Wir müssen in der Begleitung genau hinsehen“, so Wehle-Woll, „langsamer reden, den Blickkontakt suchen, einfache Worte wählen, geduldig sein und erspüren, was den erkrankten Menschen beschäftigt.“ Dabei richtet sich der Apell nicht nur an die direkt betroffenen Angehörigen, sondern auch an die ganze Bevölkerung, wie beispielsweise die Nachbarn, die Mitfahrer im Bus, die Kassiererin im Supermarkt oder die Kollegen im Sportverein. „Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen sollen erfahren, dass sie trotz der Erkrankung akzeptiert werden und wertgeschätzt sind“, betont Cathrine Herter.

Sprechstundenberatungen, Hausbesuche, Alltagsbegleiter, Förder- und Betreuungsgruppen, Gruppen für pflegende und betreuende Angehörige – eine Vielzahl von Angeboten für Menschen mit Demenz haben die beiden Kontaktstellen im Landkreis Lindau aufgebaut. Wichtig ist den Beraterinnen, dass sich die Angehörigen nicht alleine fühlen. Insbesondere sich an jemanden wenden zu können, zu erfahren, dass sie mit ihren Sorgen nicht allein gelassen werden, Hilfe und Unterstützung zu bekommen, erleben viele Angehörige als sehr wertvoll. „Auch da schauen wir genau hin“ betont Herter. „Was ist die Herausforderung bei dieser Familie, welche Unterstützung passt bei diesem Erkrankten, welche Hilfe könnte die richtige sein?“. „Manchmal hilft auch nur das Reden über die Situation“, so Wehle-Woll, „und die Angehörigen finden im Gespräch selbst wieder neue Zugangswege und Ideen für den häuslichen Alltag.“