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Bei einer ambulanten Versorgung steht die pflegerische Versorgung der betroffenen Person zu Recht im Vordergrund. Doch mit reiner Pflege ist es längst nicht getan. Auch andere Leistungen, wie beispielsweise hauswirtschaftliche Versorgung oder Essen auf Rädern haben eine große Bedeutung und werden oft schon benötigt, bevor es mit der Pflege wirklich losgeht. Darüber hinaus zeichnet sich immer deutlicher der Bedarf ab, dass auch andere Unterstützungsleistungen im Alltag – in Form von Betreuung bzw. Begleitung - benötigt werden. Doch wie sieht es mit „Betreuung“ aus?

Die Leistungen des  SGB XI geben die Möglichkeit, Betreuung und sonstige Hilfen im Alltag den bedürftigen Menschen als ambulante Dienstleistung zur Verfügung zu stellen und somit  auch die pflegenden Angehörigen zu entlasten. „Betreuung“ kann beispielsweise als „Sachleistung“ nach § 124 SGB XI oder über Verhinderungspflege oder über den sogenannten Entlastungsbetrag in Höhe von bis zu 125 EUR monatlich.

Die Betreuungsleistungen bieten der pflegebedürftigen Person die Möglichkeit, soziale Kontakte aufrecht zu erhalten und weiterhin am gesellschaftlichen Leben teilzuhaben. Darüber hinaus kann die Betreuung als Unterstützung bei der Alltagsgestaltung bzw. der Tagesstruktur dienen. Hierzu zählen auch bedürfnisgerechte Beschäftigungsangebote.

Durch die Betreuung sollen Aktivitäten im häuslichen Umfeld ermöglicht werden, die ohne Hilfe nicht oder nur noch schwer durchführbar wären, wie zum Beispiel Spaziergänge sowie die Begleitung zum Arzt oder zum Einkaufen. Des Weiteren kann die Begleitung die Möglichkeit schaffen, an kulturellen oder anderen Veranstaltungen teilzunehmen. 

Auch sonstige Hilfen, bei denen aktives Tun nicht im Vordergrund steht, können für Pflegebedürftige und deren Angehörige entlastend wirken. Die Anwesenheit der Betreuungsperson kann Ruhe und emotionale Sicherheit geben. Weiterhin kann eine Beobachtung des Pflegebedürftigen zur Vermeidung einer Selbst- und/oder Fremdgefährdung durch die Betreuungsperson durchgeführt werden.

Die Betreuung soll ein langfristiges eigenständiges Leben daheim ermöglichen und fördern.

Anfragen bei Frau Koss unter der Telefonnummer 08382/9674-33